Viele Wege führen nach Bad Salzdetfurth

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Im zweiten Saisonspiel durfte der USC endlich das Rückspiel gegen den VC Pöhlde austragen. Nach dem Hinspiel in Pöhlde vor 4 Wochen schonte sich die Mannschaft nicht, sondern ging das harte Regiment von einer Trainingseinheit pro Woche hochprofessionell an, um für das Spiel vor (fast) heimischem Publikum bestens gewappnet zu sein. Wegen einer späten Abmeldung des USC aus Braunschweig fand das Spiel nicht in Clausthal, sondern im Anschluss an die Begegnungen Düngen - Pöhlde (2:3) und Giesen - Düngen (3:0) im malerischen Bad Salzdetfurth statt.

Am Treffpunkt in Clausthal versammelten sich alle 9 fitten Spieler und 3(!) mitreisende Auswärtsfans, um die Anreise pünktlich um 15 Uhr beginnen zu können. Einer der Fans war unser Kapitän, Florian G., der aufgrund einer Außenbandverletzung derzeit nur einseitig belastbar ist. Trotzdem sollte ihm eine tragende Rolle zufallen. Um einen der Gegner am kommenden Wochenende, den Tabellenführer aus Giesen, beobachten zu können, traf der Tross nach einstündiger Fahrt bereits mit Ende des ersten Spiels in der Halle ein. Die Plätze auf der Tribüne waren gerade eingenommen, als plötzlich die Frage laut wurde:"Sag mal Flo, wo hast du eigentlich die Pässe?" Ähnlich rasant wie später kein Ballwechsel wechselten sich nun die Farben leichenblass und puterrot im Gesicht des besagten Herrn ab: Die Pässe hatten sich für einen Verbleib im angenehm kühlen Clausthal entschieden. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als eine altershonorige Delegation erneut auf den Weg zu schicken die Pässe doch noch zu (er)suchen, dass das Spiel rechtzeitig beginnen konnte. Aus eigener Erfahrung kann ich nun sagen, dass tatsächlich viele Wege nach Bad Salzdetfurth führen, viele allerdings auch wieder zurück nach Clausthal.

Nach dieser erneuten Rallye in den Harz, unterstützt durch den Kurvensouffleur Dirk H., trafen die Pässe 10 Minuten vor Spielbeginn auch in der Halle ein. Ob das für die 7 Akteure, die im ersten Satz für den USC auf dem Feld standen gesagt werden kann, sei dem geneigten Leser überlassen. Nach diversen Spielchen mit der Linie, gescheiterten Blockversuchen, Abstimmungsschwierigkeiten und ausreichend verschlagenen Angaben um den Rest des Spiels ebenfalls abzudecken, ging der Satz mit 25:21 an den VC Pöhlde. Hier bitte schonmal anfangen mitzuzählen: 25 Punkte für Pöhlde.
Auf das Schlimmste gefasst ging es ohne personelle Wechsel in den zweiten Satz. Plötzlich waren allerdings auch beim USC Spieler auf dem Feld, die auch mal Angaben über's Netz brachten, erfolgreiche Blocks ans Netz stellten und bei sich bietender Gelegenheit auch mal einen Angriff ins Feld brachten. Schlussendlich ging der zweite Satz dann mit, kein Tippfehler, 25:4 an den USC. Für diejenigen, die mitzählen: 29 Punkte für Pöhlde.
Im dritten Satz bäumte sich der VC aus Pöhlde dann noch einmal auf. Dem USC gelang es aber dagegenzuhalten, so dass auch dieser Satz an die "Heimmannschaft" ging. 25:12 hieß es am Ende, so dass Pöhlde nunmehr 41 Punkte auf dem Konto hatte. Hier wird denke ich so langsam klar, wo die Zählerei hinläuft.
Der vierte Satz war fast Formsache. Der USC funktionierte jetzt, während Pöhlde schon Ende des dritten Satzes Auflösungserscheinungen auch nervlicher Natur zeigte. Daniel bewies wiederholt kein Herz für Kinder, indem er dem zwei Köpfe kleineren Jugendspieler, der bei Pöhlde Spielpraxis erhielt, am Netz nicht den Hauch einer Chance ließ. Dirk durfte als Belohnung für's gute Beifahren auch nochmal einen Satz ran und trug so auch noch zum 25:8 bei. In abschließender Zählung erhielt Pöhlde also 49 Punkte, davon 25 im ersten Satz. Sowas hab ich noch nie gesehen. Fast wie ein 5×5 Meter Schwenkgrill.

Nächste Woche geht es schon weiter. Diesmal mit einem tatsächlichen Heimspiel in Clausthal. Spielbeginn ist um 15 Uhr in der Dreifachhalle. Zuschauer sind, wie immer, sehr gerne gesehen. Zu Gast sind besagte Herren aus Giesen, derzeit Tabellenführer der Landesliga 7, und der derzeitige Tabellenletze (allerdings mit nur einem Spiel) Grün-Weiß Vallstedt, mit denen wir noch den Anlaut ihres Heimatortes abklären müssen.

   

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